Visiter le site en FrenchVisiter le site en EnglishVisiter le site en ChineseVisiter le site en GermanyVisiter le site en Arabe
Le bonhomme Fawzy

 

 

Konzerte
Shows for youngsters
Meeting...

Fawzys Geschichte:

Fawzy Al-Aiedy wurde in der südirakischen Stadt Basra geboren, irgendwann in den 50er-Jahren. Seine Eltern haben vergessen, das Geburtsdatum zu notieren. Die einzige Gewissheit: er erblickte das Licht der Welt zwischen zwei Regenschauern… Fawzy selbst feiert seinen Geburtstag immer am 6. September, dem Datum seiner Ankunft in Frankreich (im Jahr 1971).

Im Alter von 14 Jahren verlässt Fawzy seine Heimatstadt in Richtung Bagdad, wo er an der Akademie der Schönen Künste sowohl traditionelle orientalische Musik (Laute und Gesang) als auch abendländische Musik (klassische Oboe) studiert. Er entdeckt die Poesie von Arthur Rimbaud und Paul Verlaine, liest philosophische Werke (Sartre, Debray…) und erlebt beim Studium von Bach, Mozart oder Händel einen wahren Kulturschock. Wie selbstverständlich wechselt er von einer Musikkultur zur anderen.  

In dieser Zeit geht der Irak, was die Politik betrifft, durch schwere Zeiten – ein Staatsstreich folgt dem nächsten. In Bagdad ist die Armee allgegenwärtig. Nach seinem Militärdienst fällt Fawzy die Entscheidung zu gehen. Aber wohin? Um das Oboenspiel zu erlernen gibt es zwei „Schulen“: eine deutsche und eine französische. Er entscheidet sich für Frankreich, nicht zuletzt wegen seiner Leidenschaft für Rimbaud und Verlaine.  

Der junge Musiker verlässt 1971 schweren Herzens seine Heimat und schlägt seine Zelte in Paris auf. Er vertieft sein Studium der Oboe und des Englischhorns an der École Nationale de Musique de Boulogne-Billancourt. 1976 erhält er den Ersten Preis für Oboe und den Zweiten Preis für Kammermusik.

Parallel zu seinem Klassikstudium entdeckt er Künstler wie Georges Brassens, Léo Ferré, Leonard Cohen, John Coltrane und Miles Davis.

Nach seinem Abschluss am Konservatorium tritt er dem „Orchestre des Jeunes de Paris“ bei, in dem er unter der Leitung von JC Casadessus Oboe und Englischhorn spielt. Er bleibt dort zwei Jahre.

"In einem klassischen Orchester zu spielen war nicht wirklich meine Lebenserfüllung.
Durch meine Erfahrungen in zwei verschiedenen Kulturen war ich vor die Wahl gestellt: entweder ich werde ein traditioneller orientalischer Musiker, oder ich bleibe ein Musiker, der klassische europäische Musik spielt. Also habe ich mir einen dritten Weg gesucht! Den Weg der Kreation, welchen ich durch meine Liebe zur Poesie entdeckt habe
ein Weg, der Orient und Okzident verbindet"


Im Jahr 1976 veröffentlicht Fawzy sein Debütalbum Silence, das von der traditionellen irakischen Dichtkunst handelt, beim Label Chant du Monde. Zahlreiche Alben folgen.

Von 1977 bis 1985 ist er neben Schauspieler Guy JACQUET und Kalligraf Hassan MASSOUDY Mitglied der Gruppe KHAMSA, die in der Show „L'Arabesque à voir et à entendre" (bestehend aus Poesie, Kalligrafie und arabischen Liedern) den Reichtum der arabischen Kultur veranschaulicht.

Seit 1983 ist Fawzy ein Vorreiter dessen, was man heute als „World Music“ bezeichnet – auf seinem Album La Terre vereint er Musiker aller Himmels- und Stilrichtungen.  

Im Jahr 1989 ruft er das Projekt L’Oriental Jazz ins Leben, das den Swing des Jazz mit der Sinnlichkeit orientalischer Musik verbindet, und veröffentlicht 1992 das Album Tarab.  

Parallel dazu macht er seit 1987 regelmäßig Ausflüge in die Welt des Theaters und des Musiktheaters, u.a. Histoire du Borgne et Aladin et la princesse de Chine mit L. Melki, Les Aventures de Sindbad le Marin mit A. Duhamel, M. Beretti und P. Barrat und Sol Soleil von G. Freixe.

Sein Wunsch, mit seiner Musik Menschen aller Altersgruppen zu erreichen, treibt ihn dazu, Alben und Konzerte für Kinder und deren Eltern zu produzieren, wie 1981 das Album Amina (Preis „Loisirs Jeunes“ im Jahr 1982). Seit 1998 bietet Fawzy die Show und CD DOUNYA mit traditionellen Kinderliedern an. Im Jahr 2006 entwirft er die Show NOCES-BAYNA mit französischen Volksliedern im Spiegel Arabiens (CD Noces-Bayna im Jahr 2009).

Die Arbeit an der (noch immer aufgeführten) Show PARIS-BAGDAD ACOUSTIC, inspiriert von einem Flug über den Irak, und der CD Oud Aljazira in den Jahren 1996 und 1998 markiert einen Wendepunkt in Fawzys musikalischem Ansatz. Nach L’Oriental Jazz drängt es ihn zu natürlicheren Impressionen - er sucht seine Inspiration in den Quellen der traditionellen Musik.

Seit 2008 musiziert Fawzy mit dem Ensemble TROUBADOURS CARAVANES von Gérard ZUCHETTO.

2009-2010 arbeitet er mit Frédéric VERITE an der Kreation ESCALES MEDITERRANEENNES - eine Klangreise rund um das Mittelmeer -, sowie mit Dominique FORGES (und dem Ensemble Musique Traditionnelle de Nevers) am Projekt BABYLONE SUR LOIRE - traditionelle Musik des Nivernais und des Nahen Ostens.

Seit langer Zeit laboriert Fawzy an einer Mischung von orientalischer und westlicher Musik. Ergebnis dieser Arbeit ist die Show RADIO BAGDAD (2010) - eine musikalische Reise zwischen modernen Melodien, orientalischen Klängen und westlichen Grooves. Das neue Album Radio Bagdad erscheint 2012 beim Label Institut du Monde Arabe/Harmonia Mundi: es führt uns in farbenfrohe Welten traditioneller und aktueller Musik, mit festlichen, poetischen und künstlerisch anspruchsvollen Kompositionen.

Eine Begegnung mit dem Jazzmusiker und Oboisten Jean-Luc FILLON im Jahr 2006 trägt Früchte in Form einer Kreation über die Wüste und deren Karawanen: PRIVE DE DESERT - heißer Oriental Jazz.

Des Weiteren ist Fawzy seit 2008 Teil des Ensembles TROUDABOURS CARAVANE von Gérard ZUCHETTO.

Im 2010 erschienenen Film L'AUTRE DUMAS von Safy NEBBOU, mit Gérard DEPARDIEUX und Benoît POELVOORDE, präsentiert Fawzy in der Rolle eines arabischen Sängers seinen Song „L'Oiseau libre“ und eine Improvisation über den Maqam Nahawend.

2011 ruft Fawzy das Projekt ULTIME PRIERE ("Höchstes Gebet") ins Leben: eine Kreation mit geistlicher Musik, initiiert vom Straßburger Festival Les Sacrées Journées.
Im selben Jahr entsteht auch EXIL MON AMOUR: Musik, Texte & Kalligrafien, mit Hassan MASSOUDY (Kalligraf) & Catherine JAVALOYES (Lesungen), im Rahmen des Festivals Strasbourg Méditerranée.

In Fawzys künstlerischem Ansatz haben Toleranz und kultureller Austausch einen hohen Stellenwert. Für ihn ist die Musik ein besonderer Ort, ein Schauplatz der Begegnungen, der allen Menschen offensteht.

   

 

       

 

©2006-2013 - Musiques en balade - Alle Rechte vorbehalten   Credits
Verein gegründet im Jahr 1986 – Eintragung beim Tribunal d'Instance de Strasbourg (Volume 87 Folio n°227)
Geschäftssitz : MUSIQUES EN BALADE - La Fabrique de Théâtre  10 rue du Hohwald 67000 STRASBOURG
LICENCE 2 DE PRODUCTEUR DU SPECTACLES N° 2-1019780
SIRET 340 197 854 00060 - NAF 9001Z
TEL. : (33) (0)3 88 22 51 27
Powered with Telemachine